Vor ein paar Wochen hatte ich noch einmal kurz über Manal Al-Sharif geschrieben, und darüber, dass die Aktion „Women 2 Drive“ ins Stocken geraten und die Facebook-Seite von Manal Al-Sharif etwas stiller geworden zu scheint. Und prompt erscheint Manal Al-Sharif in ganz großem Rahmen wieder in der Öffentlichkeit. Im Nachhinein war die zeitweise Verstummung wahrscheinlich dem Ramadan zuzuschreiben, wo die Leute sich eher zurück ziehen, Zeit mit der Familie verbringen, usw.

Jedenfalls – Am Sonntag trat Manal in der saudischen (!) TV-Sendung Eda’at auf, wo sie fast eine Stunde lang dem Moderator Turki Al-Dakheel von der Initiative, von ihrer Verhaftung und ihrer Hoffnung für die Zukunft der Frauen in Saudi Arabien erzählt. Es ist ihr erstes Interview überhaupt.

Das Interview ist zu lang, es hier komplett zu übersetzen, daher hier nur eine kurze Zusammenfassung.

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Vor ungefähr einer Woche habe ich diesen Beitrag hier bei Jadaliyya, dem großartigen Onlinemagazine zum Thema Nahost, gefunden; ein Aufruf an die Frauen in Saudi Arabien, sich gegen das Fahrverbot für Frauen im Königreich zu wehren, und sich am 17. Juni hinter’s Steuer zu setzen.

Der Aufruf stammte von einer Kampagne um Manal Alsharif, eine junge Saudi, die den Stein ins Rollen gebracht, den Aufruf bei Youtube gestartet und die entsprechende Facebook-Gruppe gegründet hatte.

Der Aufruf betont, dass es im saudischen Gesetz und im Koran keinerlei Basis für ein Fahrverbot für Frauen gibt, und dass es im Lande viele Frauen gibt, die sich einen kostspieligen Fahrer oder Taxifahrten nicht leisten können. Wegen der gesetzlich festgelegten Geschlechtertrennung sind Frauen auch von der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs ausgeschlossen. „Toll“, dachte ich, „mal sehen, ob das klappt“; ihr werdet euch erinnern, dass ich vor einiger Zeit hier schon mal was über die Frauen und ihre Einstellung zum Autofahren geschrieben habe.

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