Heimat, das ist ja vor allem in letzter Zeit, dank dem ganzen Schwachsinn von Pegida und der CSU-Offensive, Migrationsmitbürger, mögen doch bitte nur noch Deutsch sprechen, ein bisschen ein dreckiges Wort.

Überhaupt ist es vor allem unter vermeintlichen intellektuellen Menschen ein ziemlich uncooler Begriff. Benutzt man ihn, wird man belächelt, ja gar ausgelacht. Und trotzdem stolpert man immer wieder darüber, wenn mal wieder ein neuer „Heimat“-Roman erscheint, die vermeintliche Renaissance des „Heimat“-Films ausgerufen wird. Man beachte allerdings die Anführungsstriche. Ohne die kleinen Ironiehäkchen darf man ja solche Begriffe („Liebe“ ist auch so ein Wort) nicht mehr verwenden heutzutage. Zu schnell wird man sonst in die rechtskonservative Ecke gestellt.

Menschen mit komischen Namen, wie ich, oder mit dunkler Haut und dunklen Haaren bekommen solche Begriffe aber auch gern mal ganz ironiefrei an den Kopf geworfen. „Ah, fahren Sie in die Heimat über die Feiertage?“, fragte mich mal eine wohlwollende Dame am Schalter, als ich vor Jahren mal ein Busticket nach Prag über Silvester kaufte. Ich lächelte artig und erklärte, nein, ich wolle nur mit meinem Freund ein paar Tage Urlaub machen.

Völlig ironiefrei beschäftigt sich dieser Tage auch das DB-Magazin Mobil mit dem Thema und befragt diverse Autoren, Künstler und Promis zu ihrem Heimatbegriff. Eine Freundin brachte mir das Blatt mit und wies mich auf den Text von Fatih Akin hin. „Ich hab viel an dich gedacht dabei“, sagt sie. „Heimat sei ein Zustand im Kopf“, sagt Fatih Akin, der selbst durch und durch Hamburger (um genau zu sein, Ottenser) ist.

Kürzlich bekam ich auch ein Buch geschenkt von einem Freund, der selbst vor nicht allzu langer Zeit nach Hamburg gezogen ist. Vorn aufs Vorsatzblatt schrieb er mir eine Widmung, die mir fast die Tränen in die Augen trieb: „Weil Du Hamburg zum Zuhause machst.“

Mit anderen Worten, der Heimatbegriff hat sich in den letzten Tagen und Wochen mal wieder in mein Bewusstsein geschlichen und ich mache mir Gedanken darüber. Hat auch mit meiner letzten Reise zu tun, auf der ich mich zum 1000sten Mal gefragt hab, „verdammte Scheiße, wie kann man sich bloß an so unterschiedlichen Ecken dieser Welt gleichermaßen derart zu Hause fühlen?“ Das ist nämlich ehrlich gesagt ganz schön anstrengend mitunter.

Als ich vor genau einem Jahr nach Hamburg zurück gezogen bin, war das so ziemlich der schönste Tag meines Lebens. Mein Zuhause hatte mich wieder, und ich mein Zuhause. Für mich war und ist das was sehr Besonderes, einen solchen Ort gefunden zu haben, der so viel Raum in meinem Herzen erobert hat, dass ich ihn wohl nie mehr freiwillig verlassen werde. Zumindest nicht für länger. Und dann komme ich aber wieder nach Kairo, oder wie im Frühjahr nach Jeddah, und fühle mich genauso wohl, will genauso wenig weg und habe Heimweh und große Sehnsucht, sobald ich im Flieger sitze. Wohin und in welche Richtung, das weiß ich dann immer gar nicht so genau. Nur, dass ich dann immer schrecklich durcheinander bin und tagelang herum laufe wie Falschgeld, im Versuch, mich zu sortieren.

Wenn ich aufzählen sollte, was „Heimat“ oder „Zuhause“ für mich ist – dann fallen mir so viele verschiedene Dinge ein – die Hafenkräne gegenüber der Landungsbrücke 10 mit all den Möwen und Schiffen, das Wohnzimmer meiner Tante in Jeddah mit dem ganzen Lärm einer riesigen Verwandtschaft, der Midan Tahrir in Kairo mit all seinem Smog und 24-Stunden-Stau. Und wenn all diese Bilder sich vermischen, sich überlagern, einander in die Quere kommen, dann ist „Zuhause“ das stundenlange Telefonat mit meinem besten Freund, der mich immer auffangen, einloten und beruhigen kann.

Und wenn ich in der Zeitung von Nazi-Aufmärschen in Köln oder von Steinigungen in Saudi Arabien oder großflächigen Verhaftungen in Ägypten lese, dann fällt mir auch wieder ein, dass „Heimat“ eben nicht nur schön und gut ist, sondern eben auch weh tut und Dinge anstellt, mit denen man ganz und gar nicht einverstanden ist.

„Heimat im Kopf“ finde ich deshalb auch schwierig. In meinem Kopf mischen sich da zu viele Dinge, werden zum Nebel über der Elbe oder eben dem Smog über dem Nil. Heimat, denke ich dann, sollte was Klare sein, ein eindeutiges, klares Gefühl. Wie Liebe. Andererseits – wie klar oder eindeutig ist man schon manchmal in diesen großen, komplexen Dingen wie Liebe. Oder eben Heimat.

Dann halte ich es lieber mit meinem Freund Rudi, der mir diese herrliche Widmung geschrieben hat, und denke, Heimat, das ist wohl die glückliche Kombination aus einem Ort und einer Handvoll Menschen, in der einem sowohl das eine wie das andere gleichermaßen am Herzen liegt. Und glücklich ist, wer das wenigstens einmal in seinem Leben erleben darf. Ich selbst, so denke ich inzwischen, nachdem sich die Unruhe und der Nebel über Heimatlosigkeitsgefühl und Zerrissenheit mal wieder gelegt hat, habe noch viel mehr Glück – ich habe viele Heimaten, mindestens drei bis vier Orte, an denen ich Menschen und Dinge finde, die mir ein Zuhausegefühl geben. Und wo ich auch einfach mal bleiben könnte. Oder hin zurückkehren kann. Das ist es wohl – Heimat ist da, wo man immer wieder gern hin zurück kommt …

Jetzt an Weihnachten ist Zuhause dann auch wieder Mamas Nussecken, Peter Alexanders Weihnachtsalbum und jede Menge Sekt mit meinen Cousinen. Im Januar ist es dann wieder mein Hafen mit seinen Kränen, und im Februar … wer weiß…

Liebe Leute – ich sage euch also: Bitte legt die Menschen nicht so fest mit diesem „Heimat“-Dings. Gerade wir, die wir komische Namen oder ein anderes Aussehen haben, wir brauchen eben manchmal mehr als nur einen Ort, mehr als nur eine Sprache, mehr als nur einen Schlag Mensch. Und dafür brauchen wir gefälligst weder ein Deutsch-Gebot noch Integrationspolizei!

Zum Schluss noch ein „Heimat“-Lied, ganz ohne Ironie, von der tollen, tollen Anna Depenbusch. Heimat ist halt nicht einfach. Wie Liebe. Hört man ja.

In diesem Sinne – Frohe Weihnachten! Am besten mit einer Portion Heimatfilme!!

 

Der allgemeine Konsens über die arabischen Länder ist, dass es sich um reine Männergesellschaften handelt und die Frauen nicht nur nichts zu sagen haben, sondern auch wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden.

Und für ein Land wie Saudi Arabien gilt dieses Bild in noch viel größerem Ausmaß. Keine Frage – die Fakten sprechen für sich: Frauen dürfen ohne die Einwilligung ihrer Ehemänner bzw. des Vaters oder eines sonstigen männlichen Vormunds (der sogenannte Muhrim) so gut wie nichts: sie dürfen kein Bankkonto eröffnen, keine Verträge unterschreiben, nicht verreisen  und keine Job annehmen. Dass Frauen nach wie vor nicht fahren dürfen, hat in den letzten zwei Jahren auch bei uns immer wieder die Runden in den Nachrichten gemacht.

Stimmt alles. Finde ich auch nicht gut. Im Gegenteil. Ich finde es nicht nur hinterwäldlerisch, menschenfeindlich und vermessen, sondern schlicht und ergreifend auch unpraktisch. Wie viel einfacher könnte das Leben sein, wenn Frau ihre Kinder selbst von der Schule abholen oder einfach eine Kreditkarte beantragen könnte.

Nichts desto trotz ist es ebenso vermessen und arrogant von Menschen auf der anderen Seite der Erde, zu glauben, dies sei die ganze Wahrheit und die Frauen dort leben 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr in einem Gefängnis, wo sie die Mund höchstens mal zum essen aufmachen dürfen. Wenn’s der Ehemann erlaubt, freilich nur.

Denn – wer zu Hause tatsächlich das Regiment führt, das ist nicht selten (ich würde sogar sagen in 90% der Fälle) die Frau. Und in einem Land, wo das Leben hauptsächlich zu Hause stattfindet, ist das schon eine ganze Menge Macht.

Zwei Beispiele nur von unserer jüngsten Reise dafür, dass die Herren nach der Arbeit beim Betreten ihres Heims ihre Männlichkeit einfach an der Garderobe abgeben müssen.

Szene 1:

S. ist ein junger Mann von 25 Jahren, frisch verheiratet mit einer entzückenden Frau, gemeinsam haben sie eine einjährige Tochter. Nun musste sich S. die Mandeln entfernen lassen. Die ganze Familie ist in Aufruhr. Der arme Junge. Oh Gott. Die Großmutter lässt Suppe ins Krankenhaus schicken, Bilder vom Krankenbett werden per WhatsApp an die ganze Familie geschickt, bei jedem Telefonat geht es die nächsten 48 Stunden um nichts anderes als um das Schicksal des armen Kranken. Einige Tage später trifft sich die Großfamilie zum Essen. S. – noch immer sichtlich angeschlagen – kann kaum sprechen, lächelt sich tapfer durch den Abend. Bis zum Essen. Der Arme kann kaum seinen Tee schlucken, geschweige denn etwas von dem gegrillten Fisch zu sich nehmen.

Sofort versammeln sich seine Großmutter, seine Mutter und seine Frau um ihn. Sie reden auf ihn ein. Er muss essen, um wieder gesund zu werden. Der Arzt hat doch gesagt, nach 3 Tagen muss er feste Nahrung zu sich nehmen. Sie schubsen und drängeln ihn, nicht nur verbal, sondern auch körperlich. Der Arme sitzt, die Hände im Schoß gefaltet, die Backen dick von der OP, ausdruckslos da und zwingt sich einen Bissen einer gegrillten Garnele rein, quält sich sichtlich, ich habe großes Mitleid. Er versucht, zu sagen, dass es einfach nicht geht. Dann reißt die Großmutter ihm die Gabel aus der Hand, spießt ein großes Stück Fisch auf, drückt seiner Frau die Gabel in die Hand und fordert sie auf, ihren Mann gefälligst zum Essen zu bringen. Sie drücken dem armen Jungen die Gabel geradezu in den Mund. Minutenlang geht das so. Da sitzt nun die junge Ehefrau, den Teller auf dem Schoß, und hält ihrem jungen Ehemann die Gabel hin, in der anderen Hand eine Serviette, damit er sich nicht bekleckert. Wie bei einem Kleinkind. Und niemand schreitet ein. Das ist einfach so. Da muss man als Mann diese Entwürdigung einfach mal hinnehmen. Hier haben nämlich nur die Frauen was zu sagen.S. isst unter sichtlichen Schmerzen 4 Stückchen Fisch.

Szene 2 (es handelt sich hierbei nicht um dieselben Mütter und Söhne wie bei Szene 1…)

M. ist 14 Jahre alt. Er ist gut erzogen, respektvoll, springt immer sofort, wenn seine Mutter, seine Großmutter oder sonst wer etwas von ihm möchte – ein Glas Wasser, eine Einstellung an ihrem iPad oder den Wechsel des TV-Kanals.

Bei einem Ausflug ans Meer sitzt man zusammen am Strand und döst in der Hitze. M.s Mutter lamentiert über die positiven Aspekte von Hautpeelings, auch mit Sand. Wie gut das doch für die Haut ist. Wie frisch und wie gesund. „Stimmt doch, oder?“, fragt sie in meine Richtung. Ich weiß nicht, warum ich auf einmal Teil der Konversation bin, nicke aber nur müde. „Jaja, das ist total gut. Mache ich zu Hause auch manchmal.“

„Siehst du, M.!“, kreischt sie plötzlich so laut, dass ich von meiner Liege hochschrecke. „Rasha macht das auch. Geh und hol dir Sand und reib dir das Gesicht ab. Gegen deine Pickel.“ Ich habe sofort großes Mitleid. M. versinkt schamvoll in seinem Liegestuhl und sieht sehr arm aus. Jetzt soll sich der arme Junge vor den Augen seiner Verwandten aus Deutschland mit Sand das Gesicht abreiben… M.s Mutter insistiert aber immer weiter, schubst ihn, geht schließlich selbst in die Küche und kommt mit einer kleinen Schüssel zurück. „Hier“, sagt sie und drückt ihrem Sohn die Schale in die Hand. „Füll die mit Sand und reib dich ab.“ Widerwillig quält sich M. aus seinem Stuhl, nimmt die Schüssel und trollt sich ein paar Meter der Strand hinunter. Als er zurück kommt, wird er sofort überführt. „Du hast es nicht gemacht!“, keift die Mutter. „Doch, hab ich“, versucht sich der verzweifelte M. zu retten. „Lüg mich nicht an, ich bin deine Mutter. Ich weiß, wenn du nicht tust, was ich dir sage.“ M. lässt verzweifelt den Kopf hängen.

Er setzt sich wieder auf den Stuhl, schöpft Sand in seine Schale und lässt einige Sekunden lang den Blick in die Ferne schweifen, als könnte ihn irgendwas dahinten retten.
Dann reibt er sich sein Gesicht ab.

Was will ich damit sagen… Dass die sehr starken und dominanten arabischen Mütter und Großmütter sich ihre Söhne sehr respektvoll und eben auch ein bisschen verweichlicht heranziehen, und ihre Töchter zu ebensolchen Drachen zu machen versuchen, wie sie es selbst sind. Ich kenne kaum eine arabische Frau, egal welchen Alters, die ihren Ehemann nicht vollkommen in der Tasche hat. Und wenn sie dann noch das ultimative Ziel erreicht und ein gutes Verhältnis zu ihrer Schwiegermutter aufgebaut hat, dann kann man mit diesen armen Jungs wirklich nur noch Mitleid haben. Denn wer seinen Sohn oder seinen Mann so im Griff hat, der hat in der Regel auch kein Problem damit, die Unterschriften und Einwilligungen zu bekommen, die es offiziell braucht um zu reisen oder Kaufverträge zu unterschreiben. Man (also Frau) arbeitet schlicht innerhalb des Systems zu ihren Gunsten.

Mit den Frauenrechten in Saudi Arabien ist es noch lange nicht gut bestellt, aber die Fortschritte sind überall sichtbar. Frauen der Generation 25plus sind mittlerweile zu großen Teilen berufstätig, viele haben eigene Firmen, wie zum Beispiel Catering oder PR. Zuletzt konnte man sogar in Deutschland lesen, dass die größte Zeitung des Landes nun eine weibliche Chefredakteurin hat. Ist alles nicht viel im Vergleich zu dem, was wir hier bei uns gewöhnt sind. Aber ich bin sehr zuversichtlich, angesichts dieser starken Generation, die dort heran wächst.

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Eines meiner Lieblingsbücher der letzten Jahre ist „Das Yacoubian Haus“ von Alaa Al Aswani.

(Ich empfehle übrigens dringend die englische Übersetzung für alle, die nicht arabisch lesen. Die deutsche Fassung greift mal wieder zu tief ins Blumenbeet, wabert sprachlich allzu dicht an der Kitschgrenze und nimmt dem Buch seinen Biss). Es geht um ein berühmtes Haus in der Innenstadt von Cairo, und all die Schicksale, die sich darin abspielen – privat wie öffentlich, persönlich wie universell. Das Ganze wird dann natürlich zu einer Parabel auf die moderne ägyptische Gesellschaft, liest sich aber dank der hinreißenden Erzählgabe des Autors weit weniger plakativ als es hier vielleicht klingt.

Bei unserem diesjährigen Besuch in Jeddah hatte ich dann mein ganz eigenes „Yacoubian“-Erlebnis.

Mein Onkel – so was wie der Patriarch der Familie – hat ein großes Haus gebaut. Sieben Stockwerke, Grand Hotel Style, von denen meine Tante und er die obersten zwei bewohnen und er sich seine Büros im Erdgeschoss eingerichtet hat. Die Stockwerke 2-5 werden nun aber von meinen Cousins und deren Familien bewohnt. Wo sich die Familie vorher noch über die Stadt verteilte und zumindest noch ein Auto bestiegen werden musste, um sich gegenseitig mehrmals die Woche zu besuchen, steigt man jetzt nur noch in den Aufzug und klingelt bei den Nachbarn.

Jeddah Haus

Die Frage, warum diese Menschen nun alle unter einem Dach leben, will ich hier gar nicht beantworten. Es sei dazu nur gesagt, dass der Druck von Geld und Familie überall auf der Welt gleichermaßen stark sein kann und eben auch (oder vor allem) erwachsene Männer in die Knie zwingt.

Die Vorstellung, dass es keinesfalls konfliktfrei ablaufen kann, wenn 20 miteinander verwandte Menschen plus Hausangestellte unter einem Dach leben, erfordert auch nicht viel Fantasie. Auf meine Frage, wie das denn so sei, mit allen Brüdern, deren Frauen und Kindern in einem Haus zu wohnen, auf deren Dach auch noch die eigenen Eltern sitzen, sagte mein Cousin nur: „Du wirst es ja sehen. Ich sage nur eins: Desperate Saudi Housewives. Ich arbeite schon an dem Drehbuch.“ Sprach’s und lacht … ein bisschen bitter.

Aber mal ohne Witz: kurz vor unserem Trip meinte mein Bruder noch, dass es so schade sei, dass er von dem Land kaum was kenne außer jede Menge Wohnzimmer. Ich sage: Was erzählt eigentlich mehr über das Land, als ebendiese Wohnzimmer? Der Trend zur kompletten Überreizung durch Medien, Filme, Musik, Konsum und Kommunikations-Spielzeuge. Die komplette Abwesenheit von Büchern, außer dem Koran. Die Größe der Salons. Die Beschaffenheit der Zimmer für die Dienstmädchen. Wie lebt es sich als Junggeselle, wie als Familienvater mit Geldproblemen, wie als nicht geouteter Schwuler, wie als dreifach Geschiedener mit zwei Kindern? Wie lenkt man sich ab von diesem Käfig-Land, wo schafft man sich seine Oasen, seine Freiheiten, seine kleinen Geheimnisse und Häfen? Wie will man wahrgenommen werden und was darf die Familie auf keinen Fall wissen? Wie hält man das Getratsche der Schwägerinnen aus? Wie stellt man sicher, dass man auf der guten Seite der Schwiegermutter steht, wie erzieht man seine Kinder zu frei denkenden Menschen, wenn von allen Seiten ein Cerberus (in Gestalt der Schwiegermutter, wohlgemerkt, nicht die Mutawwaa) lauert.

Und dann auch noch die Lage dieser Wohnzimmer unter ein und demselben Dach? Damit scheint nämlich ein Trend eingetreten zu sein im Land. Ganze Viertel mit Mehrfamilienhäusern sind entstanden, wo früher kleinere, herrschaftliche Villen standen. Ob da auch fast ausschließlich ganze Clans wohnen, will ich wissen. „Ja, ich würde schätzen, in 70% der Häuser schon. Weißt du, die Generation unserer Eltern hatte noch viel mehr Geld, viel geringere Lebenserhaltungskosten und bessere Bezahlung. Das wird immer schwieriger. Das Leben im Land wird teurer, die Arbeitslosigkeit bei den jungen Leuten ist hoch, die sparen einfach Geld, wenn sie bei den Eltern eine Wohnung im Haus haben.“ Hm. Kommt uns das irgendwie bekannt vor?

All das sieht und lernt man in diesen Wohnzimmern. Und langsam wird mir auch klar, warum das Image des Landes und das tatsächliche Wesen seiner Gesellschaft mitunter so weit auseinander klaffen. Wer kommt denn schon in diese Wohnzimmer und schaut sich so genau um.

Das „Yacoubian Haus“ ist übrigens auch ganz wunderbar verfilmt worden. Kann man sich mit Untertiteln sogar bei Youtube anschauen.

Das mit der Religion ist in Saudi Arabien so eine Sache. Das Image des Landes sieht ja wohl so aus, als lebten dort ausschließlich fanatische Muslime, die ihre Frauen in schwarze Laken einhüllen und unablässig unterdrücken, ihre Töchter im Namen Allahs schon als junge Mädchen verheiraten und die den ganzen Tag das blutige Jihad-Schwert schwingen. Gibt man „Saudi Arabien“ bei Google ein und schaut sich die Ergebnisse der Bildersuche an, erscheinen ausschließlich Fotos der Kaaba in Mekkah oder welche von ebenjenen verschleierten, vermeintlich unterdrückten Frauen.

Ich will nicht behaupten, dass das so gar nichts mit der Wahrheit zu tun hat. Ja, die Religion ist definitiv eine der größten Kräfte und auch Mächte im Staat. Ja, im Namen der Religion werden absurde und absurdeste Gesetze und Dekrete erlassen. Autofahren und Wählen dürfen Frauen nach wie vor nicht. Zumindest nicht offiziell.

Aber das ist eben auch hauptsächlich genau das – ein Image. Was – keine Frage – von den obersten Sittenhütern auch mit aller Kraft aufrecht erhalten wird. Die Praxis ist – wie immer – sehr viel komplexer, was wir auch bei diesem Besuch einmal mehr gesehen, gespürt und erlebt haben.

Das Wochenende haben wir zusammen mit einigen Familienmitgliedern in einem sehr schönen Ferienkomplex am Meer verbracht, ungefähr eine Stunde von Jeddah entfernt. Durrat-el-Arus heißt der Ort, und ist so was wie ein semi-privates Mallorca. Es gibt schöne Häuschen direkt am Strand, das Meer ist vor der Tür, man kann schwimmen, Jetskis ausleihen, es gibt Kinderspielplätze und Sonnenschirme aus Stroh. Außerdem eine kleine Promenade mit Restaurants, Cafés, Geschäften und einem kleinen Yachthafen. In Durra geht es locker zu, Mädchen tragen auch Badeanzüge, gehen ohne Abaya oder Kopftuch die Promenade entlang und die Geschlechtertrennung in den Lokalen wird nicht kontrolliert. „Hier fahren die Mädels auch Auto“, lässt mein Cousin mich wissen. Und tatsächlich sehen wir auch drei oder vier Wagen, wo Frauen am Steuer sitzen.

Auch ich sitze mit meinen Cousins ohne Abaya oder Kopftuch, nur in Jeans und langärmliger Bluse vor einem der Restaurants, warte auf mein Essen und schaue fasziniert die Gruppen von Saudi-Hipstern an (Ray Ban-Brillen, riesige Kopfhörer – Kreuzberg goes Saudi!). Dann plötzlich kommt Bewegung in die Gruppen, die Mädchen springen auf, einige verschwinden im Inneren des Lokals, Türen werden verschlossen, die Gruppen wieseln in Windeseile auseinander. „Fi Hey’a, fi Hey’a“, zischen zwei Mädels meinem Cousin zu.

Und tatsächlich biegen wenige Sekunden später 2 bärtige Typen mit wadenlangen Thawbs und rot-weißen Sh’maachs auf dem Kopf um die Ecke. Religionswächter auf Moral-Razzia. Die Männer sehen unsere kleine Gruppe und steuern auf uns zu. Mein Cousin wirft mir nur einen genervten Blick zu; „Keine Angst, die wollen nur Stress machen.“, sagt er, und geht den Typen entgegen. Ein kurzes Gespräch, es wird einige Male in meine Richtung gezeigt, mein Cousin zuckt mehrmals mit der Schulter, das Ganze wirkt weniger aggressiv als vielmehr komisch – die Bärtigen in diesem dekadenten Urlaubsumfeld, wo bis eben noch Hipster-Teenies ihre Smoothies geschlürft haben, mein Cousin in seinen geblümten Surfershorts, der locker an seiner Marlboro qualmt und klar stellt, dass seine deutsche Cousine auch unverschleiert hier sitzen darf, wenn’s nach ihm und seiner Familie geht.

Die Typen ziehen wieder ab, offensichtlich leicht schmollend, weil ich mich weder bedroht fühle noch von meinen Begleitern hektisch ins nächste Auto geschubst werde, und mein Cousin zuckt mit den Schultern. „Die wollen den Leuten einfach nur Angst machen. So funktionieren die. Die stellen Ex-Häftlinge und andere windige Typen ein und versuchen, Schrecken zu verbreiten. Du darfst denen nur keine Angst zeigen.“ „Wie bei Hunden“, sage ich. „Genau wie bei Hunden. Nichts anderes sind die ja auch“, antwortet er.

„Komisch eigentlich, dass die hier auftauchen“, sage ich. Mein Eindruck der letzten Tage war, dass es in Jeddah wieder viel lockerer zugeht, dass in den Restaurants viele Frauengruppen sitzen, mit und auch ohne Kopftücher, dass wieder Ausländer (also Expats) zu sehen sind und überhaupt die Stimmung eher entspannt wirkt. 
„Ach, die haben hier ein Büro seit einem Jahr. Und in Jeddah ist das auch so – Restaurantbesitzer, die denen genug Geld zahlen, werden in Ruhe gelassen.“

Religionspolizei als Mafia, die Schutzgeld nimmt … Warum überrascht mich das eigentlich nicht?

Die gesamte islamische Welt schaut auf dieses kleine, absurde Land, denn dort befinden sich die heiligsten Stätten des Islam. Wenn in dieser Welt der Eindruck entsteht, dass ausgerechnet dort die Moral den Bach hinunter geht, dann Gute Nacht. 
Ihren Alltag aber organisieren sich die meisten Menschen dort, das hört und sieht man, eben um dieses Image herum. Sie schaffen sich die Freiräume – manche mehr, manche weniger – die ihnen die Familie (ein viel größeres Joch für die meisten als dieses abstrakte Ding der Religion) und der Staat gestatten. Und halten sich eben für das Image an gewisse ungeschriebene Regeln.

Damit will ich freilich nicht sagen, dass die Religion an sich nicht auch die Gesellschaft zutiefst prägt. Natürlich sind die Leute hier religiöser als in anderen Teilen der Welt, und einige sind sogar gläubig. Und das Gebet und die Rituale und Gebote spielen sowohl im privaten wie im öffentlichen Alltag eine große Rolle.
Aber das Extreme, das ist eben auch viel Show. Für die Welt und für das eigene Volk. Das sollte man nie vergessen. Und Nachrichten über im Namen Gottes gesteinigte Frauen oder geschändete Mädchen erregen dort unter den Menschen ebenso viel ehrlichen Abscheu wie hier.

Trotz allem funktioniert das Leben also über weite Strecken ganz gut und erfordert eben manchmal eine gewisse Kreativität. Nichts desto trotz bin ich dann doch sehr, sehr dankbar, in einem Land zu leben, wo lediglich das Wetter bestimmt, wie viele Lagen von Klamotten ich trage.

 

Arabisches Essen, wie man es in Europa so landläufig kennt, besteht ja hauptsächlich aus gegrilltem Fleisch, Hummus und Fladenbrot.

Jeder, der mal das Glück hatte, bei einer arabischen Familie zu Hause bekocht zu werden, weiß, dass echtes arabisches Essen sehr viel komplexer, köstlicher und facettenreicher ist, als uns der Libanese am Eck zu verkaufen versucht.

Da ich wirklich kein Restaurant und keine Küche der Welt kenne, wo das Essen so fantastisch ist, wie bei meiner Tante Esha in Jeddah (und das, wo meine Mutter selbst ohne Weiteres ein Restaurant aufmachen könnte), sei ihr und ihrer Kochkunst dieser Eintrag gewidmet. In den vergangenen zehn Tagen hat sich bei de mindestens 3 Mahlzeiten täglich nie ein Gericht wiederholt, jeden Tag standen mindestens drei verschiedene Gerichte auf dem Tisch. Hinzu kommen immer selbst gebackene Kuchen und Gebäck, Tee und Kaffee, Datteln, Obst und Süßigkeiten. Hallo Fitnessstudio …

Falls sich also noch irgendwer fragen sollte, woher mein Faible für gutes Essen und für’s kreative Kochen kommt … hier ist die Antwort.

Ich lasse die Bilder für sich sprechen und schließe auf mehrfachen Wunsch mit 2 meiner neuen Lieblingsrezepte ab. Enjoy und bil 3afia, wie wir hier sagen.

Fisch

 

Lamm

 

Rus Adas

 

Abendessen

 

Mantu

 

Kufta mit Tamarindensauce

300 gr Rinderhack

4 hart gekochte Eier

getrocknete Tamarinden (nicht Paste! Gibt’s im Asialaden)

Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel

Die getrockneten Tamarinden auseinander brechen und in einer Schüssel mit kaltem Wasser ca. 1 Stunde einlegen. Gelegentlich die Früchte auswringen. Wasser immer auffangen! Es wird hinterher nur das Wasser, nicht die Frucht benutzt!

Gehacktes gut durchkneten und zu kleinen, platten Frikadellen formen (Fleisch nicht würzen oder Zwiebeln uä zugeben! Sonst zerfallen die Kufta!)

Die Tamarinden abseihen, gut ausdrücken, Wasser auffangen! Früchte können entsorgt oder zu Paste verarbeitet werden.

Kufta in sehr heißem Öl von beiden Seiten anbraten, aus der Pfannen nehmen. Das Tamarindenwasser in die heiße Pfanne geben, einköcheln lassen und mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel abschmecken. Wenn die Sauce auf 2/3 reduziert ist, die Kufta und die geschälten, gekochten Eier hinein geben. Noch eine Weile bei kleiner Hitze ziehen lassen. Gegebenenfalls nachwürzen. Fertig!

 

Fisch mit Tahine

 4 feste weiße Fischfilets (Seeteufel, Victoriabarsch etc)

Zwiebeln

Knoblauch

Tahine (Sesampaste)

Gemüsebrühe

Zitrone

Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel

Die Fischfilets gut waschen, trocknen, mit Zitrone, Salz und Pfeffer einreiben. In eine leicht geölte (Olivenöl!) Auflaufform geben. Zwiebeln in feine Ringe schneiden und auf den Fisch geben.

Tahine mit etwas Gemüsebrühe glatt rühren (nicht zu flüssig!) und mit etwas Kreuzkümmel würzen.

Sauce auf den Fisch geben und bei 180 Grad ca 25 Minuten in den vorgeheizten Ofen. Fertig!

Nach meiner etwas melancholischen Präambel nun aber mal wirklich zu dem, was wir gesehen und erlebt haben in den letzten 2 Wochen.

Der Faible der Saudis für alles, was einfach mal ein bisschen größer ist als normal, ist nichts Neues für uns. Eine ganz eigene Dimension nimmt das Ganze allerdings an, wenn es um’s Home Entertainment geht. Soundsysteme, Bildschirme und Leinwände, die mein kleines, liebstes Programmkino aussehen lassen wie das Wohnzimmer meiner Oma anno 1985.

ein ganz normaler Fernseher

Wie mein Cousin halb philosophisch, halb ironisch sagte: „Wir in Saudi Arabien sehen alles eben gern besonders groß, weil wir sonst gar nichts sehen.“

Homekino Arabstyle

Das stimmt wahrscheinlich auch irgendwie. In einem Land, wo es weder Kinos noch Nachtclubs gibt, muss sich der geneigte Amüsierwillige seine Unterhaltung bestmöglich in den eigenen vier Wänden einrichten.

Die Tatsache übrigens, dass ich zu Hause seit mehr als vier Jahren gar keinen Fernseher mehr besitze, hat unter den Menschen eine Mischung aus Erstaunen und Mitleid hervor gerufen. „Wieso denn nicht? Willst du dir nicht hier einen kaufen? Wir schicken dir den auch!“ — Ich hab dann versucht, das Konzept von Jungle Camp und Topmodel zu erklären, und dass ich mir dafür keine Leinwand in meine Miniwohnung stelle. Aber darauf bekam ich nur zu hören: „Oh, America’s Next Topmodel, das gucken wir auch immer.“ … Nun denn …

Auch ansonsten kann man sich vor allem in Jeddah sicher nicht über Mangel an irgendetwas beklagen. Kein technisches Gerät, kein Lebensmittel (naja, vielleicht außer Alkohol und Schweineschnitzel), kein Konsumgut, das für Geld zu haben ist, fehlt in den Läden und Shopping Malls. Jede Fast- oder Slowfood-Kette der Welt, von Burger King über Chili’s bis Starbucks und Soy Lounge lässt sich finden – viele von denen habe ich in Europa noch nirgendwo gesehen.

Die Fragen von Bekannten, ob man denn dieses oder jenes dort überhaupt bekäme, ob die Leute auch schon mal Corn Flakes gegessen hätten oder ob ich denn mein Shampoo von dm dort bräuchte, kann ich also nur weglachen. Nicht nur, dass es alles zu kaufen gibt – nein, es gibt auch absurd große Portionen und Mengen  zu kaufen.

Nutella XXL

Genauso absurd waren unsere eigenen Bemühungen, irgendetwas  in Deutschland zu finden, das wir als Gastgeschenke für die Familie mitbringen könnten. Die Berge von Haribo und Ostersüßigkeiten, die wir für die Kinder im Koffer hatten, wurden höflich angenommen, kamen mir aber bei der Übergabe schon selbst dämlich vor. Was kann man Leuten schon schenken, die alles haben …

Lediglich die Überraschungseier waren der Hit bei den Kids. Spannung, Spiel und Schokolade sind dann eben doch international …

Was die Übersättigung der Gesellschaft an Dingen und Gütern angeht, darauf wird demnächst dann noch mal zurück zu kommen sein … Kann man sich ja vorstellen, dass so ein Überfluss nicht spurlos an Menschen vorübergeht …

Aber dazu dann morgen.

Reisen zwischen Deutschland und Saudi Arabien ist jedes Mal, wie aus einem Raum-Zeit-Kontinuum zu fallen.

Ich kann mir kaum zwei unterschiedlichere, zwei gegensätzlichere Welten vorstellen. Umso schwieriger ist es für mich, den Kopf und die Seele wieder zu sortieren – gehöre ich doch in beide Welten und fühle mich ganz fest in beiden verankert. Das ist nicht immer leicht und mein Kopf und mein Herz laufen mach nunmehr zehn Tagen im XXL-Land über vor Geschichten und Emotionen, die in all ihrem Widerspruch, ihrer Liebe und Intensität nur schwer zu fassen oder gar zu erzählen sind.

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Saudi Arabien, das Land, das 1001 Fragen aufwirft, über die Menschen, die Religion, die Politik, die Gesellschaft.

„Du hast doch da gelebt, was sagt denn deine Familie dazu, dass Frauen gesteinigt werden? Arbeiten deine Cousinen alle? Haben deine Onkel Ölquellen?“ – nur eine kleine Auswahl der Dinge, die ich ständig gefragt werde.

Ich verspreche, ich werde dazu hier auch noch Einiges sagen, und wer bestimmte Fragen hat – schreibt mir! Aber zunächst mal sei gesagt – Jeddah ist für mich in erster Linie Familie, zweites Zuhause, Menschen, mit denen ich aufgewachsen bin und die ich oft vermisse. Jeddah sind verrückte Bilder und Geschichten, eine wunderschöne Stadt, die absurderweise kaum jemand je zu sehen bekommt, das sind Vorurteile, die manchmal doch sehr weit weg sind von der Wahrheit.

In Hamburg lebe ich allein in einer kleinen Zweizimmerwohnung, meine kleine Familie verteilt sich über ganz Deutschland, wir sehen uns höchstens 3-4 Mal im Jahr. Ich arbeite freiberuflich und lebe alles andere als in Saus und Braus.

In Jeddah besteht der engste Familienkreis dann plötzlich aus mindestens 35 Leuten, verbringt Wochenenden mit 20 Leuten am Meer, fährt teure Autos, shoppt in glitzernden Malls, jeden Abend sitzt man bei jemand anderem im Wohnzimmer, raucht bis Spätnachts Shisha und wird mit dem besten Essen, das man sich vorstellen kann, gefüttert und fühlt sich aufgehoben und dazugehörig, auch wenn man manchmal Jahre nicht dabei war.

Ich vollziehe diesen Spagat seit 35 Jahren, und bei jeder Reise fällt es mir schwerer, den Ausgleich in mir wieder herzustellen.

Flugroute

Deshalb will ich hier versuchen, zu teilen und zu erzählen, von dieser für viele so fremden, weiten Welt, die Teil ist von mir. Und die ich trotz und mit all ihren Absurditäten, Seltsamkeiten, Schwierigkeiten und scheinbaren Dissonanzen von Herzen liebe.

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